Tierrechte

Tierschützer wollen größere Käfige.
Tierrechtler wollen leere Käfige.

So kann ganz grob der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrechten zusammengefasst werden. Der klassische Tierschutz setzt sich dafür ein, dass vor allem Nutztiere besser behandelt werden: Kein Schnabelkürzen bei Hühnern, keine betäubungslose Kastration von Ferkeln, kein Amputieren von Schweineschwänzen, kein Ausbrennen der Hornansätze bei Kälbern.

Nach unserem Verständnis kann Tierausbeutung jedoch niemals reformierbar sein. Nicht größere Käfige, sanftere Tötungsmethoden, »humanere« Tierversuche und bessere Kontrolle der Tierhaltung sind das Ziel, wie vom Tierschutz gefordert wird. Ziel ist die völlige Beendigung der Nutzung und Ausbeutung von Tieren. So sehr man sich auch graduelle Verbesserungen der Lebensbedingungen eines missbrauchtes Tieres wünscht, so sehr besteht die Gefahr, dass unsere Gesellschaft diese »besseren Lebensbedingungen« der Tiere als Rechtfertigung für ihr Verhalten benutzt und dass die Tierausbeutung dadurch umso stärker manifestiert und  moralisch legitimiert wird. Dabei wird jedoch eines außer Acht gelassen: Jegliche Nutzung von Tieren durch den Menschen – sei es zu Nahrungs-,  Forschungs- oder sonstigen Zwecken – ist immer und ausnahmslos mit dem Leid und dem Tod des Tieres verbunden. Vor diesem Hintergrund muss es Ziel sein, den zweifellos bestehenden Rechten der Tiere auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit in unserer Gesellschaft vollumfänglich Akzeptanz zu verschaffen. Kompromissloses Ziel muss das Ende der Ausbeutung und Tötung von Tieren sein.

Als Tierrechtler möchten wir eine Gesellschaft mitgestalten, die Tiere als Mitgeschöpfe achtet und ohne deren Ausbeutung und Tötung auskommt. Dass eine solche Gesellschaft möglich ist, beweisen von Tag zu Tag immer mehr Menschen, die ihr Leben tierfreundlich gestalten.