Aktionsberichte
Hier geben wir Ihnen  einen Einblick in die Öffentlichkeitsarbeit, die wir zu verschiedenen Anlässen leisten:

Demo vor dem Circus Carl Althoff
Samstag, 7.4.2018, 14.00-15.00 Uhr
Neunkirchen

Am vergangenen Samstag fand in Neunkirchen vor dem Circus Carl Althoff eine Demo statt, zu der Bündnis für Tierrechte aufgerufen hatte. Gemeinsam mit anderen Menschen, die Tiere in Freiheit und nicht in der Manege sehen wollen, haben wir vor dem Zirkus demonstriert. Mit Plakaten und einem Megafon wurde auf das Leid der Zirkustiere hingewiesen.
Die Besucherzahl im Zirkus war äußerst gering, die Demonstraten waren überrascht, wie schlecht besucht die Vorstellung war. Bestärkung für unser Anliegen haben wir sogar von Leuten bekommen, die an der Demo vorbeigefahren sind: Sie haben gehupt, uns einen »Daumen hoch« gezeigt oder sogar aus dem offenen Fenster gerufen: »Das ist genau richtig, was Ihr da macht!«
Unsere Pressemitteilung, die der Demo vorausging, hat der Saarländische Rundfunk aufgegriffen. Für den Aktuellen Bericht hat er zu einem »Streitgespräch« zwischen dem Juniorchef des Zirkus und der Vorsitzenden von Bündnis für Tierrechte eingeladen.
Danke an alle, die sich an der Demo beteiligt und ein Zeichen für Zirkusse ohne Tiere gesetzt haben!

Demo gegen den Saarbrücker Weihnachtszirkus
Freitag, 22.12.2017, 18.30–19.30 Uhr
Saarbrücken

Kurz vor Weihnachten hat das Bündnis für Tierrechte eine Demonstration gegen Zirkusse mit Tieren organisiert. Anlass war der Saarbrücker Weihnachtszirkus, der für rund zwei Wochen in Saarbrücken gastiert. Mit dabei sind Löwen, Elefanten, Pferde, Ziegen und andere Tiere, die in kleinen Käfigen ihr Dasein fristen und auf Kommando Kunststücke vorführen müssen.
Gemeinsam mit insgesamt 25 Teilnehmern haben wir pünktlich zur Auftaktveranstaltung des Zirkus direkt gegenüber seinem Eingang demonstriert und die Besucher mit Megafon und Sprechchören auf das Leid der Zirkustiere hingewiesen.
Mit dabei waren einige Vertreter des saarländischen Landesverbandes der V-Partei³, die sich ebenfalls für ein Ende jeglicher Ausbeutung von Tieren einsetzt. Außerdem kamen einige andere Demonstranten, die in sozialen Medien von der Demo gelesen hatten.
Nach unserem Eindruck war der Zirkus äußerst schlecht besucht und vor allem die Kinder haben neugierig zu den Demonstranten geschaut – als wollten sie von ihren Eltern wissen, warum Zirkus mit Tieren Tierquälerei ist.
Besonders gefreut hat uns, dass der Saarländische Rundfunk durch unsere Pressemitteilung auf die Demo aufmerksam wurde und eine kurze Reportage im Aktuellen Bericht  gesendet hat.
Wir danken allen, die dazu beigetragen haben, die Demo zu einem Erfolg zu machen und damit ein Zeichen für Zirkusse ohne Tiere zu setzen.

Infostand zum Thema Pelz
Samstag, 16.9.2017, 11.00–16.00 Uhr
St. Johanner Markt, Saarbrücken

Die aktiven Mitglieder des Vereins haben am Samstag auf dem St. Johanner Markt darüber informiert, welche Qualen das »Modeprodukt Pelz« für Tiere bedeutet. Mit Fotos und durch das Verteilen von Flyern haben wir die Passanten darauf aufmerksam gemacht, wie Pelz hergestellt wird. Darüber hinaus haben wir über andere tierische Produkte für Kleidung informiert: Leder, Wolle, Daunen, Angora und anderes mehr. Mit vielen Leuten sind wir ins Gespräch gekommen – mit vielen, die schon von den Grausamkeiten wussten und Leder, Pelz & Co. seither meiden, und mit vielen anderen, die vorher noch die etwas darüber gehört hatten und sichtlich schockiert waren, als sie erfuhren, welche Leiden den Tieren zugefügt werden. Für unsere Arbeit gab es viel gute Resonanz von den Passanten.
Mahnwache anlässlich der Pferde-Show Apassionata
Samstag, 12.11.2016, 14.00–15.00 Uhr und 19.00–20.00 Uhr
Saarlandhalle

Mit zwei Teams haben wir jeweils eine Stunde vor Beginn der Show darauf aufmerksam gemacht, dass eine Pferde-Show wie Apassionata für Tiere nichts anderes ist als ein Zirkus: Die Pferde werden eingesperrt und mit Zwang dazu gebracht, vor klatschendem Publikum Kunststücke vorzuführen – ganz entgegen ihrer Natur.
An die Besucher der Show haben wir Flyer mit Infos über das Leben der Tiere im Zirkus sowie Alternativen dazu verteilt. Bei Protestaktionen gegen Zirkus mit Tieren haben wir die Erfahrung gemacht, dass die weit überwiegende Mehrheit der Passanten, denen wir Flyer angeboten haben, ohnehin keinen Zirkus besucht, weil sie Mitleid mit den Zirkustieren haben. Wenn es uns bei Apassionata gelungen ist, beim ein oder anderen Besucher den Gedanken zu wecken, dass diese Show nichts anderes ist als Zirkus und eine Qual für die Tiere, dann war die Protestaktion für uns ein Erfolg.
Lesen Sie auch unsere Pressemitteilung im Vorfeld der Veranstaltung.
Infostand zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Samstag, 23.4.2016
St. Johanner Markt, Saarbrücken

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche (24. April) hat das Bündnis für Tierrechte gemeinsam mit der AG Saarland der Ärzte gegen Tierversuche über besonders grausame Tierversuche informiert. Schwerpunkt der Veranstaltung war die aktuelle Kampagne der Ärzte gegen Tierversuche: »Schwimmen bis zur Verzweiflung«. In insgesamt 20 deutschen Städten waren Arbeitsgruppen des Vereins Ärzte gegen Tierversuche an diesem Tag auf der Straße.
Durch unsere Pressemitteilung wurden Saarbrücker Zeitung, Bildzeitung Saar und Saarländischer Rundfunk auf unsere Aktion aufmerksam, es wurde im Vorfeld und am Tag der Aktion in den Medien berichtet. Wir konnten fast 1.000 Unterschriften zu verschiedenen Tierversuchs-Themen sammeln: gegen die besonders grausamen Tierversuche mit »Schweregrad schwer«, gegen Laborneubauten, gegen Tierversuche im Allgemeinen. Einige Besucher des Infostandes waren sogar eigens dafür nach Saarbrücken gekommen, um sich mit ihrer Unterschrift für die Abschaffung von Tierversuchen auszusprechen. Die vielen Gespräche mit den Passanten haben gezeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung Tierversuchen ablehnend gegenüber steht – nicht nur aus Gründen des Tierschutzes, sondern auch wegen der wissenschaftlichen Sinnlosigkeit.
Auch der saarländische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, hat das Thema Tierversuche aufgegriffen und sich für eine Abschaffung der besonders leidvollen Versuche und eine Reduktion der übrigen Versuche ausgesprochen.
Trotz Kälte und anfänglichen Regens eine erfolgreiche Veranstaltung durch das große Interesse aus der Bevölkerung.
Mahnwache gegen den Saarbrücker Weihnachts-Zirkus
Samstag, 19.12.2015
vor der Europagalerie, Saarbrücken

Von 12.00–15.00 Uhr haben wir anlässlich des »Saarbrücker Weihnachtszirkus« vor der Europagalerie in Saarbrücken auf das Leid der Tiere aufmerksam gemacht, die in Zirkussen ihr Dasein fristen müssen – eingesperrt in winzige Käfige und mit Gewalt dressiert, um Schaulustigen die »Kunststücke« vorzuführen, die niemals zu ihrem artgemäßen Verhalten gehören.
Vor allem an Menschen, die mit Kindern unterwegs waren, haben wir Flyer verteilt, die über das Leid der Zirkustiere informieren. Viele Menschen hat das nachdenklich gestimmt. Aber noch mehr Menschen haben bekundet, gerade aus diesem Grund nicht (mehr) in den Zirkus zu gehen, weil Tiere dort gequält werden und nicht artgerecht leben können. Nach einer Forsa-Umfrage für die Tierrechts-Organisation Peta sind 82% der Deutschen der Überzeugung, dass Tiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden können. In den Rückmeldungen der Passanten sehen wir das gut bestätigt.
Demonstration gegen die Zucht von Affen für Tierversuchslabore
Samstag, 16.5.2015
Straßburg

Mit der AG Saarland der Ärzte gegen Tierversuche haben wir von Bündnis für Tierrechte an einer Demonstration im französischen Straßburg teilgenommen. Der Protest richtete sich gegen die große Versuchstierzucht (Primaten) in Niederhausbergen bei Straßburg.
Organisator der Demonstration waren vier französische Tierrechts-Organisationen, Startpunkt des Demozuges war der Place Kléber im Zentrum Straßburgs. Ca. 300 bis 400 Demonstranten machten sich lautstark auf den Weg durch die Hauptverkehrsadern der Stadt bis zur Präfektur – ausgerüstet mit Plakaten, Transparenten, einem Sarg oder als Affen verkleidet. Vor der Präfektur gab es eine längere Kundgebung, Details zur Genehmigungspraxis der Zucht und auch den Leiden, die die Tiere dann in den Versuchen zu erdulden haben. Die Demoroute führte dann weiter zurück in die Altstadt, vorbei am Wochenmarkt, vorbei an vollen Straßencafés und unzähligen Touristen, die bei schönem Wetter in der Stadt unterwegs waren.
Auffallend war die bemerkenswerte Presseresonanz, unzählige Fotografen und Kamerateams waren vor Ort und haben Informationen und »bewegte Bilder« gesammelt.
Die Zucht in Niederhausbergen und im deutschen Primatenzentrum im Göttingen gehört neben den Affentransporten der Air France (Mauritius, Vietnam) zu den größten Versuchstierlieferanten in Europa. Eine Schließung der Farm sowie ein Ende der Flugtransporte würde den Nachschub empfindlich stören.
Weitere Infos finden Sie unter http://www.proanima.fr/petitions_28.html (nur auf Französisch).
Demo zur Schließung der Meeresfischzuchtanlage Völklingen
Samstag, 14.3.2015, ab 10.00 Uhr
Völklingen

Um 10.00 Uhr trafen sich alle Demo-Teilnehmer vor der der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen. Das Bündnis für Tierrechte hat mit sechs Leuten teilgenommen. Von hier aus startete nach kurzer Ansprache durch den Veranstalter Bündnis für verantwortungsvolle Politik die Demonstration zum Rathaus der Stadt. Knapp 50 engagierte Fischzucht-Gegner liefen, mit Transparenten, Plakaten und Trillerpfeifen ausgestattet und von der Polizei begleitet, durch die Innenstadt zum Kundgebungsort, wo Herr Dr. Reinstein, einer der Veranstalter der Demo, per Megafon über die Fakten und Hintergründe zur finanziellen sowie politischen Situation des Millionengrabs Meeresfischzucht informierte.
Da an diesem Tag auf dem Rathausvorplatz der Wochenmarkt stattfand, haben auch unbeteiligte Passanten mitbekommen, welches finanzielle Desaster auf die Stadt Völklingen zukommt.
Erschreckend waren die Hintergründe, die offenbar in Verwaltung und Politik zu dem Versagen der Verantwortlichen geführt haben. Herb in der Kritik stand, dass eine Institution wie die Stadtwerke kein Teilnehmer im Wirtschaftsleben ist und daher auch keine Kompetenz zum Betrieb einer Firma vorhanden war und ist. Umso schlimmer sei es zu werten, so Dr. Reinstein, dass Oberbürgermeister Lorig und andere Verantwortliche sich weigern, die Konsequenzen zu tragen, sondern die Kosten der Allgemeinheit aufzubürden versuchen; verbunden mit dem Widerstand, von ihren Ämtern zurückzutreten.
Presse und Rundfunk (unter anderem Deutschlandradio) waren vor Ort, leider hat jedoch kein anderer Tierrechtsverein an der Veranstaltung teilgenommen. Auch wurde das Thema Tierschutz in der Rede von Dr. Reinstein nicht erwähnt – offenbar konnte er das aus Zeitgründen nicht mehr unterbringen. Unsere Plakate und das Vereinstransparent haben unseren Standpunkt jedoch unmissverständlich klargemacht.

Infostände auf der Gefitt-Gesundheitsmesse
Samstag, 7.3.2015
Traben-Trarbach

Schon kurz nach 7.00 Uhr kam unser Team im Moselörtchen Traben-Trarbach an, wo in der Loretta-Halle die erste Gesundheitsmesse »Gefitt« stattfand. Gegen 7.30 Uhr haben wir begonnen, die beiden Infostände von Bündnis für Tierrechte und der AG Saarland der Ärzte gegen Tierversuche aufzubauen. Freundlicherweise haben uns viele Schüler der FOS Traben-Trarbach, die Organisator der Messe war, tatkräftig beim Transportieren des Standequipments geholfen. Kurz vor Beginn der Messe um 10.00 Uhr gab es eine Begrüßungsveranstaltung und dann kamen die Besucherströme an unsere beiden Infostände, probierten bei Bündnis für Tierrechte die veganen Milchshakes und informierten sich am Infostand der AG Saarland der Ärzte gegen Tierversuche über das Wesen, den Sinn und Unsinn sowie die neuesten Entwicklungen im Bereich Tierversuche.
Offenbar war das schöne Wetter der Hauptgrund für den eher mäßigen Besucherandrang, anstatt 1.000 bis 3.000 vom Veranstalter prognostizierte Besucher kamen nur ca. 600. Das Interesse der Besucher war erfreulich, viele informierten sich im Detail, und wieder mussten wir feststellen, wie viele Informationsdefizite zum Thema doch immer noch in der Bevölkerung existieren. Ebenso positiv: die vielen Gespräche mit Schülern der FOS, von denen viele bereits vegan leben und in der Klassengemeinschaft das Thema auch im Unterricht sehr oft diskutieren.
Insgesamt ein interessanter, aber auch anstrengender Tag, mit vielen guten Gesprächen.
Protestaktion gegen die Versuchstiertransporte der Air France/KLM
Samstag, 31.1.2015
Flughafen Frankfurt

Mit fünf Aktiven haben wir bereits gegen 7.00 Uhr morgens den Infostand neben dem Air-France-Ticketschalter aufgebaut – erstmals ohne »Begleitung« des Fraport-Sicherheitsdienstes. Erstaunlich gering war der Publikumsverkehr in den ersten beiden Stunden, dann füllten sich die beiden Terminals und unsere Info- und Flyeraktionen in den Ankunft- und Abflugzonen sowie in Terminal 1 und 2 wurden sehr gut wahrgenommen.
Nachdem bei der letzten Aktion vor zwei Wochen unser Infostand von einer verdeckt arbeitenden Person überwacht und per Telefon Dritten beschrieben wurde, fiel gestern ein Herr im Nadelstreifenanzug auf, der wütend und gestikulierend Richtung Air France-Büro lief. Nachdem er wieder aufgetaucht ist und Fotos gemacht hat, haben wir von einem Fraport-Mitarbeiter erfahren, dass er offiziell zu Aifrance  gehört. Seine Botschaft an uns: die Aktionen werden wahrgenommen, sie missfallen und mit Sicherheit gibt es darüber interne Diskussionen. Ziel 1 also erreicht.
Für den 22. Februar ist die nächste Aktion im Flughafen Frankfurt geplant.
Protestkundgebung gegen die Messe »Angeln und Jagen«
Samstag, 24.1.2015
Saarbrücken

Bereits im Vorfeld der Messe gab es Aufregung, weil Unbekannte die Werbeplakate der »AnJa« (»Angeln und Jagen«) in Saarbrücken mit der Aufschrift »ABGESAGT« überklebt hatten. Unsere Organisation hat einen anderen Weg gewählt: über eine Pressemitteilung haben wir Kritik sowohl an der Messegesellschaft – welche die Messe zugelassen hat – als auch an den inhaltlichen Themen Jagen und Angeln geübt. Die Medien haben die Kritik erfreulicherweise weitergegeben, sowohl in den SR-Nachrichten als auch auf SR online wurde über die Protestaktion berichtet. Auch Printmedien hatten das Thema aufgegriffen.
Mit überschaubarer Besetzung haben wir Plakatständer, Transparente, Fotolaminate und eine überdimensionale Gewehr-Illustration aufgebaut. Mit Humor, aber teilweise auch mit bissiger Aggressivität haben die Besucher der Messe – vorwiegend Jäger und Angler – auf unser Equipment reagiert. Viele Autofahrer und die Fahrgäste der Linienbusse konnten unsere Botschaft beim Vorbeifahren sehen. Die Kinder einiger Familien, die ebenfalls die Messe  besuchten, haben erschrocken unsere Jagdfotos gesehen – und oft spontan als »schlimm« bezeichnet. Einige Messebesucher haben auch die Gelegenheit genutzt, mit uns ins Gespräch zu kommen und und Argumente auszutauschen.
Gegen 12.30 Uhr mussten wir aufgrund starken Schneetreibens leider einpacken – trotzdem konnten wir unsere Botschaft an viele Messebesucher und Verkehrsteilnehmer vermitteln. Im Gesamtpaket mit den Veröffentlichungen im Vorfeld insgesamt eine gute Aktion, die sicher viele Menschen zum Nachdenken angeregt hat.
Protestaktion gegen die Versuchstiertransporte der Air France/KLM
Sonntag, 11.1.2015
Flughafen Frankfurt

Dieses Mal wurden wir am Morgen von einem großen Aufgebot an Sicherheitskräften empfangen: zwölf Leute waren versammelt. Darunter Vertreter des Sicherheitsdienstes von FRAPORT, der Landespolizei Hessen und der Bundespolizei. Schon beim Aufbau ist uns aufgefallen: da gab es jemanden, in feinem Zwirn, der vor dem Infostand aufgeregt hin- und herlief und telefonierte. Wortfetzen, die wir mitbekamen: »… die bauen da jetzt auf, die haben Fotos und Grafiken … was machen wir denn jetzt …« Als er mitbekam, dass wir aufmerksam wurden, hat er sich im weiteren Umkreis aufgehalten, aber weiter telefoniert – und war auf einmal verschwunden. Wer das wohl war? Wir interpretieren das so: Air France/KLM nimmt die Proteste sehr wohl wahr und hat damit auch ein Problem. Womöglich realisiert man den Imageverlust und bangt um die so dringend benötigten Passagierzahlen, da das Cargo-Geschäft von Air France seit Jahren massiv rückläufig ist. Ein Grund mehr, dauerhaft zu protestieren.
Ansonsten verlief der Tag unauffällig; nach einem kleinen Besuchertief gegen 13.00 Uhr stieg das Besucher- und Passagieraufkommen wieder an.
Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass ein Umherlaufen durch beide Terminals mit einem mehrsprachigen A0-Plakat, parallel mit einem Aktivisten, der Flyer (in drei Sprachen) verteilt, die weitreichendste Methode ist, das Thema unter die Leute zu bringen. Selbst wer keinen Flyer nimmt, liest sofort auf dem hochgehaltenen Plakat, worum es geht. Damit erreichen wir einen sehr hohen Prozentsatz der anwesenden Passagiere, Besucher und Angestellten. Pro Protestaktion laufen wir mindestens drei Mal durch alle öffentlichen Bereiche der beiden Terminals T1 und T2.
Am 31. Januar läuft die nächste Aktion.
Mahnwache gegen den Weihnachtszirkus
Sonntag, 4.1.2015
Saarbrücken

Der Verein Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Saar hat an diesem Abend eine Mahnwache auf den Saarterassen organisiert, mit der gegen die Ausbeutung von Tieren im Zirkus demonstriert werden soll. Unser Verein konnte die Mahnwache mit sechs Personen unterstützen.
In Saarbücken gastierte der Weihnachtszirkus, der Elefanten, Ziegen, Katzen, Hunde und sogar Kormorane für seine Aufführung dressiert. Alle weiteren missbrauchten Tiere und Tierarten sind uns nicht bekannt.
Leider war die Abendvorstellung des Zirkus recht gut besucht, besonders tragisch ist die hohe Zahl von Kindern zu bewerten, denen ein völlig falsches Bild der Tiere und vor allem des in Wahrheit traurigen Lebens dieser Mitlebewesen vermittelt wird. Wer von den Besuchern unsere Schilder und Fackeln nicht sehen konnte oder wollte, der hörte mit dem Megafon, welche Argumente es gegen die Ausbeutung von Tieren im Zirkus gibt. Sicher wird der ein oder andere die Vorstellung mit anderen Augen betrachtet haben.
Glücklicherweise sinken die Besucherzahlen dieser Art Zirkus und viele Länder haben bereits Zirkusse mit Wildtieren verboten, ganz aktuell die Niederlande.
Demo vor dem Neunkircher Zoo
Mittwoch, 24.12.2014
Neunkirchen

Bei windigem und kaltem Wetter haben wir unser Standmaterial ausgepackt – unterstützt von »freien« Mitstreitern, aber auch von vier Mitgliedern des Vereins Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Saar. Anlass für diese spontan angemeldete Protestaktion war die Einladung von Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch, Kinder und Eltern durch sein Tiergefängnis zu führen. Gäbe es die Gebetsmühle nicht schon längst – der Zoodirektor hätte sie in der Diskussion mit uns erfunden: er wiederholte immer nur einen einzigen Vorwurf: »Sie haben ja keine Ahnung.« Trotz der von uns vorgetragenen konkreten Argumente blieb er bei seiner »Argumentation«. Natürlich wurde noch vom Thema abgelenkt: Unsere Autos und Tische müssten hier weg – ginge alles überhaupt nicht.
Schlussendlich verschwand Herr Direktor in seinem Kassenhäuschen und tobte augenscheinlich dort weiter – während erste Besucher an der Kasse standen. Mittlerweile füllte sich der Parkplatz – erschreckend viele Eltern mit Kindern wollten von Herrn Dr. Fritsch persönlich erfahren, dass die Tiere freiwillig in den Käfigen sitzen und sich dort wohlfühlen. Einige Eltern und Kinder nahmen unsere Flyer gerne an, andere waren sogar gesprächsbereit. Die große Masse der Eltern jedoch war völlig desinteressiert und ablehnend. Trotzdem: wir konnten Gedankenanstöße liefern, zum Nachdenken anregen, und der ein oder andere mag die Gefängniszellen mit anderen Augen betrachtet haben.
Die Zoobesuchszahlen sind bundesweit rückläufig – es bleibt zu hoffen, dass diese Art von Rummelplatz bald ausgestorben ist.
Nochmals Danke an alle, die dabei waren!
Kleines Bonbon am Rande: Herr Dr. Fritsch hat die Polizei gerufen, weil eines unserer Plakate in die (nicht genutzte) Busspur ragte. Erheiternd für alle Beteiligten, auch für die Beamten.
Demo gegen die Affenversuche am Max-Planck-Institut in Tübingen
Samstag, 20.12.2014
Tübingen

Mit vier Leuten sind wir – trotz einiger Staus auf der Autobahn – pünktlich gegen 14.00 Uhr in der Universitätsstadt Tübingen angekommen. Eine erfreulich große Anzahl von Demonstrationsteilnehmern war vor Ort – und das trotz Einkaufsstress in den Vorweihnachtstagen und miserablen Wetters mit eiskaltem Wind.
Nach einer hochemotionalen und mitreißenden Rede vor der Neuen Aula der Uni setzte sich der Demonstrationszug mit ca. 1.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland lautstark in Bewegung – Richtung Folterstätte MPI. Oben auf der Höhe angekommen hatte man direkten Sichtkontakt zu den Versuchslaboren und eine exzessive Überwachung mit Kameras ließ erahnen, wo die Tiere gequält werden. Nachdem alle versammelt waren, gab es ein paar Redebeiträge, unter anderem von Friedrich Mülln, Heiko Weber und Dr. Lucie Braun, der Vorsitzenden von Ärzte gegen Tierversuche. Wir konnten bekannte Gesichter entdecken, unter anderem von Arbeitsgruppen der Ärzte gegen Tierversuche, Mitglieder von Menschen für Tierrechte, Ariwa, Animal Equality, Animal Peace und von verschiedenen Tierschutzvereinen.
Dann kam die Stille vor dem MPI – in Gedenken an die Opfer, die nur wenige Meter entfernt in ihrem Gefängnissen sitzen und auf die nächste Folter warten müssen. Nach Auskunft von Friedrich Mülln gab es eine Rundmail an alle Mitarbeiter des MPI, möglichst an dem Demotag nicht zu arbeiten und Urlaub zu nehmen oder Überstunden abzubauen. Trotzdem werden die Proteste an den richtigen Stellen, darunter auch die Mitarbeiter, ankommen; dafür wird die massive Präsenz der Medien bei der Demo mit Sicherheit sorgen.
Nachdem neue, dramatische Fotos aus den Versuchslaboren aufgetaucht sind, müssen in der kurz bevorstehenden Entscheidung des Regierungspräsidiums neue Beweise berücksichtigt werden. Insgesamt kann man Hoffnung auf ein baldiges Ende der Versuche haben – spätestens im Januar soll das Regierungspräsidium seine Entscheidung bekannt geben. Die Demonstration gestern war dazu mit Sicherheit ein wichtiger Schritt Richtung Beendigung der Versuche und hat weiteren Druck auf die Verantwortlichen aufgebaut.
Im Anschluss an die Stille wurde bis in die Dunkelheit hinein eine Menschenkette mit Kerzen um alle Gebäude des MPI gebildet.
Weitere Informationen unter www.soko-tierschutz.org.
Veggie-Friday in der Mensa der Universität des Saarlandes
Freitag, 14.11.2014
Saarbrücken

Das Städtenetzwerk Quattropole hat im Rahmen seiner Aktion »Quattropole tischt auf« auch das Bündnis für Tierrechte eingeladen. Der Veggie-Friday setzte einen Schwerpunkt auf die Themen Fairtrade, Vegetarismus und Veganismus. Passend dazu hatte die Mensaleitung zwei vegane Gerichte im Angebot, unter anderem Soja-Nuggets mit Knoblauchdip und Tomatensauce, dazu Kartoffelspalten und gemischten Salat.
Aus Luxemburg stellte die Vegan Society Luxembourg ihre Spezialität Paté Riesling vor, die Saarveggies hatten veganen Kuchen, Gebäck und verschiedene Snacks im Angebot, Susanna Klein hat Grüne Smoothies zubereitet. Wir boten den Mensabesuchern vegane, vor Ort frisch zubereitete Sojamilchshakes in den Sorten Erdbeer, Himbeer und Erdbeer-Basilikum an. Das Interesse war erfreulich hoch – zeitweise kamen wir mit dem Zubereiten der Shakes nicht mehr nach.
Weitere Stände boten die passenden Hintergrundinformationen, beispielsweise über die Folgen des Fleischkonsums (Association végétarienne de France-Moselle) sowie über die Milchproduktion und ihre katastrophalen Folgen für Umwelt, Klima und Tiere (Bündnis für Tierrechte). Verbreitete Defizite existieren immer noch beim Thema gesundheitliche Risiken durch Kuhmilch; hier sind Erkenntnisse von Medizin und Wissenschaft selbst bei den jüngeren Generationen noch kaum angekommen.
Vertiefende Informationen unter www.ausgemolken.net und www.milchbessernicht.de.

Protestaktion gegen Versuchstiertransporte der Air France/KLM
Sonntag, 2.11.2014
Flughafen Frankfurt

Die Mitglieder von Bündnis für Tierrechte engagieren sich auch gegen die grausame Praxis von Tierversuchen jeglicher Art. Um dies professionell umsetzen zu können, wurde die AG Saarland der Ärzte gegen Tierversuche gegründet, in der mehrere Aktiven von Bündnis für Tierrechte vertreten sind.
Die Protestaktion gegen die Versuchstiertransporte der Air France/KLM fand vor dem Ticketschalter dieser Fluglinie in Terminal 2 statt – zur Zeit des größten Passagieraufkommens von 7.00 bis 15.00 Uhr. Mit vielen Transparenten, Fotos, einem Infotisch und diversen Infoschriften konnten wir an diesem Tag einen Großteil der Passagiere, Besucher und Angestellten in diesem Terminal erreichen. Mit zwei Teams »bedienten« wir auch die Menschen in Terminal 1: ein großes A0-Poster erregte Aufsehen und Interesse, während eine zweite Person Flyer in drei Sprachen verteilte.
Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass alle Beschäftigten in beiden Terminals von der Problematik wissen – zu oft sind wir dort unterwegs gewesen. Auch unter den Reisenden findet man immer öfter Menschen, denen diese Transporte von Air France/KLM bekannt sind – denn die Protestaktionen finden EU-weit statt, sogar in Israel gibt es Proteste.
Air France/KLM ist die letzte europäische Passagierfluglinie, die noch Primaten in Versuchslabore transportiert – alle anderen, auch die asiatischen Linien, sind in den vergangenen zwei Jahren aufgrund massiver Protestkampagnen ausgestiegen.
Vielen Dank an dieser Stelle an die AG Frankfurt der Ärzte gegen Tierversuche, an die AG Rhein-Pfalz von Ariwa sowie an die vielen eigens angereisten Mithelfer, die uns an diesem Tag aktiv unterstützt haben. Sogar aus Marburg und Bad Homburg kamen Aktivisten.
Am 15.11.14 findet die nächste Mahnwache an gleicher Stelle, zu gleicher Uhrzeit statt.
Infostand zum Thema Pelz
Samstag, 18.10.2014
vor dem Modehaus Bentz, Saarbrücken

Kurz vor 11.00 Uhr konnten wir starten; offenbar hatte das schöne Wetter trotz Schulferien viele Menschen nach Saarbrücken gelockt. Unsere Aktion vor dem Modehaus Bentz, wo – neben anderen Geschäften – ebenfalls die Felle verschiedener Tierarten in Form von Kapuzenkragen oder Ganzpelzmänteln angeboten werden, sollte die Menschen vor dem Kauf ihrer Winterkleidung für das Thema sensibilisieren. Dementsprechend waren viele Passanten schockiert und überrascht von den Fotos und Hintergrundinformationen, die das wahre Gesicht hinter dem fraglichen Modeaccessoire Pelz zeigten, nämlich die Brutalität, mit der die »Pelztiere« behandelt und getötet werden.
In einigen interessanten Gesprächen mussten wir zwar feststellen, dass das Thema Pelzerzeugung und die damit verbundene Qual für die Tiere und die massive Umweltbelastung so manchem noch völlig unbekannt war. Doch der Großteil der Passanten, die zum Gespräch an unseren Stand kamen, war bereits bewusst, dass Pelzherstellung mit besonderem Leid für die Tiere verbunden ist.
Trotzdem hat das lebensverachtende Produkt Pelz in den vergangenen drei Jahren einen unerfreulichen Aufschwung erlebt. Russland führt mit 20% Einfuhrquote vor China mit 16% die Liste der weltweit größten Pelzimporteure an. Seit einem halben Jahr jedoch sinken die Preise für Nerze und andere Tierfelle auf den großen Auktionen in Toronto und Kopenhagen internen Quellen zufolge massiv ab, was entweder auf Überproduktion oder aber auf sinkende Nachfrage schließen lässt.
Nähere Infos finden sie auch in unserer Pressemitteilung zur Aktion.
Podiumsdiskussion: »Essen ohne Tiere – Glaubenskrieg am Küchentisch?«
Donnerstag, 16.10.2014
Saarbrücken

Die Peter-Imandt-Gesellschaft und Rosa-Luxemburg-Stiftung hatten zur Podiumsdiskussion eingeladen. Moderiert wurde die Diskussion von Peter Tiefenbrunner, Teilnehmer auf dem Podium waren Susanna Klein (Saarveggies), Petra Buhl (Bio-Vollwertköchin, vegane Kochkurse), Marie Voss-Peter (Slowfood Saarland), Caroline Jung und Werner Wadle (Bündnis für Tierrechte).
Rund 45 Gäste hörten gespannt zu und stellten interessante Fragen – so entstand eine lebendige Diskussionsatmosphäre zwischen Podium und Publikum. Unstrittig scheint die Ablehnung der aktuellen Form der Massentierhaltung zu sein – allerdings sind die Lösungsvorschläge je nach Standpunkt sehr verschieden. So gab es den Ansatz, weniger Fleisch zu essen; genauso wurde die Meinung vertreten, dass nur völliger Fleisch- und Milchverzicht die Probleme der Zukunft – und vor allem die ethische Frage – lösen können.
Auch das Thema Gesundheit wurde angerissen, offenbar unbekannt war der von uns geschilderte Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Osteoporose sowie die allgemein ungesunde Wirkung von Milchprodukten auf den menschlichen Körper.
Keinen Konsens gab es zu der Frage, wie nichtmenschliche Tiere in ihrem Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit im Vergleich zum Menschen zu bewerten sind. Unseren Standpunkt konnten wir gut argumentiert untermauern und durchaus Zweifel säen an der bisherigen Praxis, dass Tiere ohne Weiteres gegessen werden dürfen.
Insgesamt eine informative Veranstaltung auf hohem Niveau und mit kultiviertem Austausch der Standpunkte. Im Ergebnis hatte man den Eindruck, dass einige der Gäste ihre Ernährungsgewohnheiten hinterfragen und – hoffentlich – im Sinne der Tiere ändern werden.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein veganes Buffet, das die Vollwertköchin zuvor in einem veganen Kochkurs mit den Kursteilnehmern vorbereitet hatte.

Demo gegen die Verleihung des Tierschutzpreises im Zoo Neunkirchen
Samstag, 4.10.2014
Neunkirchen

Ein hilflos tobender Zoodirektor, ignorante »Tierschutzstifter« und Politiker sowie ahnungslose Zoobesucher – so oder so ähnlich könnte man das Treiben um die Preisverleihung der Tierschutzstiftung am 4.10.2014 im Zoo Neunkirchen beschreiben.
Kann man von einem Zoodirektor wohl kaum Empathie und Mitleid für das Vegetieren seiner Zootiere erwarten, so sind unsere Hoffnungen gegenüber den Verantwortlichen der Tierschutzstiftung herbe enttäuscht worden. Exemplarisch sei dazu der Kurzauftritt von Frau Gisela Kolb, Tierschutz-Beauftragte der SPD, erwähnt, die im Stechschritt nur die Bemerkung »Da bin ich ganz anderer Meinung als Sie!« geschafft hat.
Ob die pure Ignoranz oder aber einfach nur Gleichgültigkeit für die Ausblendung der Lebenswirklichkeit der Zootiere verantwortlich ist – beängstigend wirkt es auf jeden Fall. Zumal Politiker Volksvertreter sind, welche die Meinung und Bedürfnisse ihrer Wähler zu vertreten haben und sich nicht um jeglichen kritischen Diskurs drücken dürften. Wie soll man – angesichts des teilweise völligen Realitätsverlusts gegenüber den Zuständen in Zoos – von Politikern und den für dieses Desaster Verantwortlichen eine Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung und der nachfolgenden Generation erwarten? Auch viele Zoobesucher sind völlig ahnungslos, unkritisch und hinterfragen das Ausbeutungssystem Zoo nicht – und noch weniger, welche Signale sie damit ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben.
Doch es gibt auch Positives zu berichten. Längere Diskussionen mit Eltern, die nicht selten mit dem Beschluss endeten: heute kein Zoo. Erfreulich!

Demon gegen Versuchstier-Transporte durch Air France/KLM
Samstag, 6.9.2014
Frankfurt

Bei sonnigem Wetter haben wir unseren Infostand von Bündnis für Tierrechte auf dem Rathenau-Platz aufgestellt. Kernthema an dem Tag waren Tierversuche, weshalb wir u.a. unsere ausgestopfte »Versuchskatze« und ein paar Stoffmäuse, in deren Körper Spritzen steckten, mitgebracht haben. Vertiefende Informationen zu speziellen Bereichen zum Tierversuch lagen für Interessierte  am Stand bereit. Aber auch Unterlagen zu anderen Tierrechtsthemen wie Pelz, Fleischerzeugung und Milch waren im Angebot, weil diese Themen in Gesprächen auch immer einmal wieder auftauchen.
Es waren auch Infostände mit thematisch anderer Zielsetzung vertreten, so z.B. Sea Shepherd und Soko Tierschutz. Insgesamt gab es etwa 22 Info- und Essenstände, unter anderem von Ärzte gegen Tierversuche, Ariwa, Animal Equality, Tierrechtsinitiative Rhein-Main und Saarbucks.
Der Demonstrationszug durch die Innenstadt – mit den Zwischenzielen Regionalniederlassung Air France und DHL (die mit ihrem Partner ABX-Air ebenfalls Versuchstiere fliegt) – mit ca. 800 engagierten und motivierten Teilnehmern war kraftvoll, energisch und informativ. Bei vielen Gesprächen am Infostand mit interessierten Bürgern wurde immer wieder klar, dass die Informationsdefizite zu dem Thema beachtlich sind. Offenbar gelingt es der Tierversuchsindustrie nach wie vor, ihre üblen Geschäfte vor großen Teilen der Gesellschaft geheimzuhalten.
Selten haben wir so viele Infoschriften wie an diesem Tag ausgegeben, und selten gab es so viele Besucher und Gespräche am Stand. Die Rahmenbedingungen (wie gutes Essen von Saarbucks, ein interessantes Bühnenprogramm und gutes Wetter) waren optimal. Insgesamt eine hervorragend organisierte Veranstaltung mit guter Außenwirkung und hohem Informationsgehalt und hoffentlich ein weiterer Baustein in Richtung Ausstieg aus dem Tierversuch.

Mahnwache: »Milchprodukte – ihre Erzeugung und die Alternativen«
Samstag, 30.8.2014
Saarbrücken

Milch ist – dank professioneller Lobbyarbeit der Agrarindustrie und auch der Politik (EU-Schulmilchprogamme) –  ein nur wenig hinterfragtes Konsumprodukt, das auch in vielen Lebensmitteln mehr oder weniger versteckt verarbeitet wird. In weiten Kreisen der Bevölkerung ist bislang unbekannt, welche negativen Folgen für die eigene Gesundheit, für Klima und Umwelt und nicht zuletzt auch für die in der Tierindustrie ausgebeuteten »Milchlieferanten« mit Produktion und Konsum von Milch verbunden sind. Selbst wer Fleisch ablehnt, aber Milchprodukte konsumiert, muss zur Kenntnis nehmen: Die Milchindustrie ist der Motor der Kalbfleischerzeugung und damit sind Milch und Fleisch – was die Produktionsmethoden und Abhängigkeiten betrifft – nicht voneinander zu trennen.
Diese und viele weitere Detailinformationen konnten wir interessierten Bürgern bereitstellen. Erfreulich positiv waren die Reaktionen der Passanten sowohl auf die vielen Informationstafeln und -broschüren zum Thema als auch auf unser Angebot, verschiedene vegane Milchshakes und Käsevarianten gegen Spende zu testen. Es ergaben sich interessante Diskussionen und viele Menschen waren überrascht, wie köstlich frisch zubereitete vegane Fruchtshakes schmecken.

Infostand und Fingerfood
Samstag, 16.8.2014
Bahnhofstraße, Saarbrücken

Bei sonnigem Wetter konnten wir gegen 10.00 Uhr unsere Stände aufbauen. Saarbucks – Vegans for Animals waren mit einer ganzen Menge an süßen und herzhaften Kuchen sowie Fingerfood vertreten – natürlich alles vegan. Der Erlös des Verkaufs geht an die Hilfe für Streunerhunde.
Das Hauptthema unseres Infostandes war die Massentierhaltung und die damit verbundenen Folgen für Klima, Mensch und Tier. Auf vielen Plakaten, Infoschriften und Schaubildern konnte der interessierte Besucher Hintergründe erfahren. Viele Passanten nutzten auch das Gespräch, um sich über die Motive unserer Aktion zu informieren. Da sich beide Stände thematisch sehr gut ergänzt haben, nutzten viele Leute die Gelegenheit, nach dem Genuss veganer Köstlichkeiten bei Saarbucks vertiefende Informationen am Stand von Bündnis für Tierrechte zu bekommen.
Viele unserer Standbesucher haben uns wieder einmal bestätigt, dass die Wirkung dieser Art von Öffentlichkeitsarbeit sehr positiv ist.

Demo gegen den Zirkus Charles Knie
Dienstag, 22.7.2014
Zweibrücken

Die Tierrechtsorganisation Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Saar hatte eine Mahnwache gegen die Ausbeutung von Tieren beim Zirkus Charles Knie angemeldet, der ca. 100 Tiere mit sich führt.
Mitglieder des Bündnis für Tierrechte haben an der Mahnwache teilgenommen, mit ca. 20 Leuten konnten wir die (leider zahlreichen) Gäste vor und nach ihrem Besuch im Zirkus auf die Problematik der Tierhaltung im Zirkus hinweisen. Flyer für Kinder, Flyer für Erwachsene und eine Vielzahl von Plakaten und Transparenten haben den Besuchern klar gemacht: hinter der Glitzerwelt der Manege versteckt sich lebenslanges Leid der gefangen gehaltenen Tiere.
Die Reaktionen der Zirkusbesucher waren sehr unterschiedlich, von Akzeptanz und Neugier über die Argumente der Demonstranten bis zu verbalen Ausfällen gab es alle Varianten.

Infostand zu veganer Ernährung
Donnerstag, 15.5.2014
Mensa der Universität des Saarlandes, Campus Homburg

Mit vier Leuten konnten wir an diesem Tag die erfolgreiche Etablierung von tierproduktfreien Menüangeboten in der Mensa mit einem Infostand begleiten. 
Seit Anfang des Sommersemesters 2014 bietet die Leitung der Mensa wöchentlich vegane Wahlmenüs an, die von der Studentenschaft gut angenommen werden. Zwischen 50 und 100 dieser Gerichte gehen über die Theke, laut Küchenchef Becker genug, um wirtschaftlich anbieten zu können. Noch im Laufe dieses Sommers will er weitere Varianten ausprobieren und den Studenten anbieten.
Die Rückmeldung der Studenten an unserem Infostand war durchweg positiv. Einige haben sogar zurückgemeldet, dass sie bereit sind, etwas mehr für das Essen zu zahlen, wenn die Auswahl dann noch abwechslungsreicher werden könnte. Aus unserer Sicht ist die Bereitschaft der Küchenleitung, neue Wege zu gehen, sehr positiv zu bewerten. Wir werden auch in Zukunft mithelfen, das Essensangebot in Zukunft noch innovativer zu gestalten.
Das Team von Bündnis für Tierrechte e.V. hat in der Vergangenheit bereits in der Mensa auf dem Campus Saarbrücken erfolgreich eine Initiative gestartet, Menüs ohne Tierprodukte anzubieten. Auch die Leitung der Saarbrücker Mensa ist dazu sehr positiv eingestellt, täglich werden dort inzwischen ca. 180 vegane Essen im Mensacafe ausgegeben.

Infostand zum Thema Ernährung
Freitag, 13.12.2013
Foyer der Mensa der Universität des Saarlandes, Campus Saarbrücken

Zwischen 11.00 und 16.00 Uhr konnten wir Gäste der Mensa an unserem Stand über das Thema Ernährung informieren. Thematisch war die Aktion als Unterstützung für das nun regelmäßig in der Mensa angebotene vegane Gericht gedacht, das mittlerweile mit 180 Essen pro Tag im Mensacafé gut etabliert ist. Schwerpunkt unseres Infostandes waren zum einen die Bedingungen für die Tiere, unter denen Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier hergestellt werden, zum anderen auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen, nämlich die Folgen für Umwelt, Klima, Boden und Wasser sowie der Zusammenhang mit Hunger und Armut.
Ca. 120 Flyer wurden von Interessierten genommen, es gab einige gute Gespräche am Stand und sogar einige Anfragen zur Mitarbeit im Verein, was wir genau tun und wie unser Engagement aussieht.
Von einem Gericht müssen pro Tag ca. 500 Portionen ausgegeben werden, damit das Essen zu günstigen Mensa-Preisen ausgegeben werden kann. Bis diese Anzahl erreicht ist, wird das vegane Gericht im Mensacafé angeboten, wo die Preise etwas flexibler gestaltet werden können.
Wir werden die Mensaleitung auch weiterhin dabei unterstützen, die Etablierung und auch Azeptanz der gesunden und tierproduktfreien Menüs voranzubringen. Auch die Mensa auf dem Campus Homburg hat Interesse bekundet, vegane Gerichte in den Speiseplan aufzunehmen. Wir sind mit den Köchen im Gespräch und stehen ihnen mit Informationen rund um die vegane Ernährung zur Verfügung.

Protest gegen die Affentransporte in Tierversuchslabore durch Air France/KLM
Samstag, 7.12.2013
Flughafen Frankfurt

Im Rahmen der globalen Aktionswoche gegen die Tiertransporte durch Air France/KLM wurde im Flughafen Frankfurt von der Arbeitsgruppe Saarland der Ärzte gegen Tierversuche und von Frankfurt vegan eine Protestaktion durchgeführt.
Frankfurt vegan war mit einigen großen Plakaten präsent; Hingucker war ein Käfig, in dem ein als Schimpanse verkleideter Aktiver saß. Viele Menschen blieben stehen, um sich an unserem Infostand und in Gesprächen zu informieren, worum es sich bei den Affentransporten handelt. Wir standen mit insgesamt zehn Personen für die Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Viele Fluggäste und Angestellte des Flughafens interessierten sich für Hintergründe und Motive der Aktion, es gab viele Gespräche. Parallel zum Hauptinfopunkt in Terminal 2 vor den Air-France-Ticketschaltern nutzten jeweils zwei Leute die Gelegenheit, um mit großem DIN-A0-Plakat und Flyern in drei Sprachen im gesamten öffentlichen Raum der beiden Terminals Menschen zu informieren.
Beachtenswert: Immer öfter hören wir die Antwort »wissen wir schon, kennen wir schon, haben wir schon von gehört« – und von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen wird die Aktion positiv bewertet.
Frankfurt Vegan führte die Aktion mit dem Affenkäfig an diesem Wochenende 24 Stunden lang durch, ein Signal für Air France, Fluggäste und auch Flughafenpersonal, wie ernst es uns mit dem Thema ist. Zweifellos werden wir die Häufigkeit und Intensität der Protestaktionen verstärken und so lange fortführen, bis Air France/KLM auf diese Umsatzmaximierung auf Kosten fühlender Lebewesen verzichtet.