Feiern statt böllern

Feiern statt böllern

Ohrenbetäubender Lärm und taghelle Blitze – was für viele Menschen ein liebgewonnener Brauch zur Begrüßung des neues Jahres ist, bedeutet für zahllose Tiere Panik und Todesangst. Vielleicht kennen Sie es von Ihren eigenen Haustieren, dass diese sich im Keller oder unter dem Sofa verkriechen, sobald die Böllerei um Mitternach startet.

Für Wildtiere kann Silvester sogar zur tödlichen Gefahr werden. Vögel beispielsweise fliegen plötzlich in Scharen davon, aufgeschreckt durch den ungewohnten Lärm. Weil sie sonst nur tagsüber fliegen, können sie sich in der Dunkelheit nicht richtig orientieren, dazu kommt die Panik. So können sie mit Hindernissen kollidieren und sich tödlich verletzen. Um dem Lärm zu entkommen, fliegen sie viel höher hinauf als üblich und verbrauchen dabei viel Energie. Viele können den Energieverlust in den kommenden Tagen nicht kompensieren, wenn es sehr kalt ist und sie wegen des schlechteren Futterangebotes im Winter nicht genügend Futter finden. Sie verhungern.

Die Böller haben auch noch weitere Nachteile – sie sind ökologisch, sozial und gesundheitlich bedenklich: Feuerwerkskörper setzen hohe Mengen an Feinstaub frei, die Partikel können sich im Gehirn ablagern, stehen möglicherweise mit Demenzerkrankungen in Zusammenhang und können das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. Die Schadstoffe – neben dem Müll, der in der Landschaft landet – stellen eine Umweltbelastung dar. Und an der Produktion der Böller sind oft Kinder beteiligt, die in anderen Ländern für unser Silvestervergnügen ausgebeutet werden.

Das neue Jahr lässt sich auch ohne großen Lärm und ganz tier-, menschen- und umweltfreundlich mit Familie und Freunden in ausgelassener Stimmung begrüßen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und alles Gute für 2018!