Schweine

Schweine sind verspielte, sehr reinliche und intelligente Tiere. So ergeht es ihnen: Eine Muttersau ist eine regelrechte Gebärmaschine. Sie wird fast ununterbrochen in einen Kastenstand, einem Käfig aus Metallstäben, gesperrt, der kaum größer ist als sie selbst. Sie kann nur stehen und sich hinlegen, kann sich nicht einmal umdrehen. Sie wird mit Hormonen in die Rausche versetzt, um dann zwangsbesamt zu werden. Die Geburt ihrer Ferkel wird auch per Hormonspritze eingeleitet. Auch im Abferkelkäfig kann sie nur stehen oder liegen und ihre Ferkel säugen. Die werden ihr nach drei Wochen weggenommen, um gemästet und geschlachtet zu werden. Die Muttersau kommt wieder in ihren Kastenstand und wird erneut zwangsbesamt.

Das Ferkel, das zum Mastschwein werden soll, muss schmerzhafte Prozeduren über sich ergehen lassen: Man schleift ihm die Eckzähne ab und schneidet ihm den Ringelschwanz ab, um zu verhindern, dass die Schweine sich in den Massen ställen vor Langeweile gegenseitig anfressen – sie tun’s trotzdem. Dem männlichen Ferkel wird ein Schnitt in den Bauch gemacht und die Hoden herausgerissen – ohne Betäubung wird es kastriert, denn angeblich schmeckt das Fleisch eines Ebers zu streng. In der Mastanlage sind viele Tausend Schweine zusammen eingesperrt. Sie liegen auf dem kahlen Betonboden, durch dessen Spalten Kot und Urin in die darunter liegende Güllegrube fällt. Die aufsteigenden Dämpfe verätzen Augen und Atemwege. Ein Schwein ist so gezüchtet, dass es mit entsprechendem Kraftfutter in kürzester Zeit große Mengen an Fleisch ansetzt. So kann es nach fünf bis sechs Monaten mit einem Gewicht von 180 kg zum Schlachthof gebracht werden. Dort wird es mit Kohlendioxid betäubt, es wird an den Füßen aufgehängt und man schneidet ihm die Kehle durch. So manches Schwein wird jedoch nicht richtig betäubt und ist bei vollem Bewusstsein, wenn ihm der Hals aufgeschnitten wird und oft auch noch, wenn es danach ins Brühbad geworfen wird. Viele Schweine hört man dort vor Schmerzen schreien und gegen die Wände treten.

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Was Sie tun können: tierfreundlich leben