Fleisch

Tiere sind zu bloßen Maschinen degradiert worden: Es sind nur wenige Konzerne weltweit, die heute das »Genmaterial« für die Tiermast bereitstellen. Millionen von genetisch nahezu identischen Schweinen, Hühnern, Puten und Rindern stammen von Tieren ab, die auf höchsten Fleischansatz in immer kürzerer Zeit hochgezüchtet sind. Sie werden an die Haltungssysteme angepasst, fristen sie ein elendes kurzes Dasein, bis sie ihr »Schlachtgewicht« erreicht haben und zum Schlachthof gekarrt werden. Zu Hunderten oder gar Tausenden in stickigen Hallen eingezwängt in enge Boxen, Ställe, Käfige werden sie zwangsbesamt, per Hormonspritze taktgleich entbunden; es werden Hornansätze ausgebrannt oder ausgestanzt, Ringelschwänze abgeschnitten und Zähne abgeschliffen, es werden Hoden ohne Betäubung entfernt, Schnäbel mit glühenden Klingen abgebrannt. Tageslicht gibt es keines, dafür computergesteuerte Beleuchtung für optimales Fressverhalten und möglichst wenig Aggressionen. Nutzung bis zum Optimum oder bis zum Ende der Wirtschaftlichkeit.

Das System der Fleischproduktion macht uns zweierlei glauben: Erstens, dass Fleischessen (und Milchtrinken) völlig normal, natürlich und sogar notwendig sei. Und zweitens, dass Tierschutz in der Produktion groß geschrieben werde und die Tiere überhaupt nicht leiden. Sehen Sie hier, wieso Fleischessen weder normal noch natürlich noch notwendig ist und überzeugen Sie sich hier davon, wie weit es mit dem Tierschutz in deutschen Ställen und Schlachthöfen her ist.

Demnächst: Hintergrundinfos zur Fleischproduktion