Fisch

Fische spüren Schmerz und Angst. Das ist längst bekannt. Trotzdem werden alleine in Deutschland in jedem Jahr etwa elf Milliarden Fische und Meerestiere gegessen. Rund die Hälfte stammt tatsächlich auch dem Meer, die andere Hälfte wird in Aquakulturen gezüchtet.

Beim Fischfang auf hoher See fahren Industrieschiffe raus, um mit riesigen Netzen Fische zu fangen. Es bleibt alles im Netz hängen, was größer ist als dessen Maschen. Wird das Netz aus dem Wasser geholt, platzen vielen Fischen durch den sich schnell ändernden Druck die Schwimmblasen und die Augen. Viele werden im Netz erdrückt. Viele ersticken an Bord. Und andere sterben erst, wenn sie bei vollem Bewusstsein ausgenommen werden. Alle Tiere, die ins Netz gegangen, aber nicht brauchbar sind, werden wieder ins Meer geworfen – entweder bereits tot oder so schwer verletzt, dass sie im Wasser verenden. So sterben in jedem Jahr nicht nur unzählige Fische, sondern auch Delfine, Haie, Meeresschildkröten, Wale und Meeresvögel.

In der Aquakultur ergeht es den Tieren kaum besser: Sie leben zu tausenden auf engstem Raum und werden mit Kraftfutter auf Schlachtgewicht gemästet. Vor dem Töten werden sie tagelang ausgehungert, damit sich der Verdauungstrakt leert. Betäubt werden die Fische oft mit Kohlendioxid oder durch das Legen auf Eis. Beides macht sie nach kurzer Zeit bewegungsunfähig, aber ihr Bewusstsein verlieren sie erst nach vielen Minuten. Viele Fische erleben ihre Tötung ohne Betäubung bei vollem Bewusstsein.

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