Eier

Immer noch herrscht die Vorstellung, dass Hühner sowieso Eier legen und es damit für die Tiere unproblematisch sei, wenn Menschen diese Eier essen. Die Realität sieht leider völlig anders aus:

Ein männliches Küken legt naturgemäß keine Eier; es ist daher für die Eierproduktion nicht nutzbar. Da die Zuchtlinie, aus der es stammt, auf hohe Legeleistung und nicht auf schnellen Fleischansatz ausgelegt ist, kann es auch nicht für die Fleischproduktion genutzt werden. Daher wird das Küken getötet – meist vergast oder geschreddert.
Ein weibliches Küken dagegen wird zur Legehenne, die während ihrer Nutzungsdauer möglichst viele Eier legen soll. Um Kannibalismus unter den Hennen zu vermeiden, wird der Henne noch als Küken der Schnabel gekürzt: ihre empfindliche Schnabelspitze wird mit einem Laser abgebrannt oder mit einer glühenden Klinge abgeschnitten.
Eine Henne legt eigentlich nur so viele Eier, bis ihr Gelege vollständig ist; nimmt man ihr die Eier jedoch weg, ist sie gezwungen, ständig neue zu legen. Durch den hohen Calciumverlust werden ihre Knochen weich, sie kann nicht mehr richtig und nur unter Schmerzen stehen und laufen. Unter den meisten Haltungsbedingungen hat sie nicht genügend Platz, um ihre Flügel auszubreiten, oder einmal ein Staubbad zu nehmen. Mit zunehmender körperlicher Erschöpfung nimmt mit der Zeit auch ihre Legeleistung ab. Sobald wie wirtschaftlich uninteressant wird, wird sie getötet.

Und Bio-Eier?

Es gibt keine Eier von glücklichen Hühnern. Auch Bio-Hühner sind auf hohe Legeleistung gezüchtet. Auch bei »bio« werden die männlichen Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet; und die Legehennen, wenn sie nicht mehr genügend Eier legen.

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